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Verbraucher 1-Stufig
IP-Symcon-Modul fuer einen elektrischen Verbraucher, der genau zwei
Leistungszustaende kennt: aus (0 W) und ein (Nennleistung).
Das Modul ist fuer IP-Symcon ab Version 8.0 und den Enelix-Nachrichtenvertrag
4.0 ausgelegt. Es arbeitet ereignisbasiert und besitzt weder einen
Regelzyklus noch eine konfigurierbare Zyklusanzahl oder Zykluszeit.
Funktionen
- Schalten eines Boolean-Aktors auf
0 Woder die konfigurierte Nennleistung - optionale separate Schaltzustands-Rueckmeldung
- Mindest-Einschalt- und Mindest-Ausschaltdauer
- taegliche Mindestlaufzeit
- getrennte Prioritaeten fuer PV- und Peakbetrieb
- ereignisbasierte Zustandsmeldung an den Enelix Manager
- Diagnosevariablen und optionales Debug-Logging
- sichere lokale Deaktivierung ueber die Variable
Aktiv
Installation
- Im IP-Symcon Module Control die Bibliothek
https://git.belevo.ch/ENELIX/Enelix-EMS.gitinstallieren. - Fuer Entwicklung und Tests den Kanal beziehungsweise Branch
developverwenden. - Unter Instanz hinzufuegen nach Verbraucher 1-Stufig suchen.
- Eine Instanz anlegen und mindestens Nennleistung und Schaltkontakt konfigurieren.
Konfiguration
| Einstellung | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
PrioritaetPV |
0 |
Reihenfolge bei der PV-Leistungsverteilung. |
PrioritaetPeak |
0 |
Reihenfolge bei der Lastspitzenregelung. |
Meldeintervall |
10 s |
Periodische Vollmeldung an zugeordnete Manager. |
VorgabeTimeout |
120 s |
Gueltigkeitsdauer einer Manager-Vorgabe. |
Mindesteinschaltdauer |
5 s |
Mindestdauer eines bestaetigten Ein-Zustands. |
Mindestausschaltdauer |
5 s |
Mindestdauer eines bestaetigten Aus-Zustands. |
Nennleistung |
0 W |
Leistungsaufnahme im eingeschalteten Zustand. |
SchaltkontaktVariableID |
0 |
Booleanvariable des zu schaltenden Aktors. |
SchaltkontaktInvertiert |
false |
Invertiert die Aktorlogik. |
RueckmeldungVariableID |
0 |
Optionale Booleanvariable fuer den physischen Zustand. |
Mindestlaufzeit |
0 s |
Geforderte Laufzeit pro lokalem Kalendertag. |
PeakSperreBeiMindestlaufzeitAnbieten |
true |
Erlaubt im Peakbetrieb eine Sperre trotz faelliger Tagesmindestlaufzeit. |
DiagnosevariablenAnzeigen |
false |
Blendet technische Diagnosevariablen ein. |
LoggingEin |
false |
Aktiviert zusaetzliche Debug-Ausgaben. |
Nennleistung muss groesser als 0 sein. Der Schaltkontakt muss eine
Booleanvariable mit funktionsfaehiger Standard- oder benutzerdefinierter
Aktion sein. Beide Mindestzeiten duerfen auf 0 gesetzt werden.
Der fruehere allgemeine Umschaltabstand sowie Properties fuer Zyklusanzahl
und Zykluszeit existieren nicht.
Verhalten ohne separate Rueckmeldung
Ist keine RueckmeldungVariableID konfiguriert, wird die Aktorvariable als
unmittelbare Schaltbestaetigung verwendet.
Nach einem erfolgreichen Schaltbefehl beginnt ab dem uebernommenen Aktorzustand:
- beim Einschalten die
Mindesteinschaltdauer, - beim Ausschalten die
Mindestausschaltdauer.
Uebernimmt die Aktorvariable den angeforderten Wert nicht, meldet das Modul einen Schaltfehler und stellt sich dem Manager nicht als schaltbereit dar.
Verhalten mit separater Rueckmeldung
Ist eine RueckmeldungVariableID konfiguriert, bestimmt ausschliesslich deren
Booleanwert den bestaetigten Schaltzustand. true muss dabei physisch
eingeschaltet bedeuten.
Zwischen Aktorbefehl und passender Rueckmeldung meldet das Modul:
- den bisherigen bestaetigten Schaltzustand und die bisherige Istleistung,
SchaltbefehlAusstehend=true,Schaltbereit=false,AenderungMoeglich=false.
Die jeweilige Mindestzeit beginnt erst, sobald die Rueckmeldung den neuen Zustand bestaetigt. Bleibt die Rueckmeldung aus, bleibt der Schaltbefehl sichtbar ausstehend. Eine abweichende Rueckmeldung ohne laufenden Schaltvorgang wird als Rueckmeldefehler gemeldet.
Mindestzeiten und Leistungsangebot
Waerend einer Mindest-Ein- oder Mindest-Aus-Zeit bietet das Modul nur die bestaetigte aktuelle Leistung an. Ein regulaerer Lastwechsel ist erst nach Ablauf der Mindestzeit wieder moeglich.
Der Manager erhaelt dazu unter anderem:
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
Schaltzustand |
Bestaetigter Ein-/Aus-Zustand. |
SchaltbefehlAusstehend |
Aktorbefehl wartet auf physische Bestaetigung. |
Schaltbereit |
Ein weiterer regulaerer Lastwechsel ist moeglich. |
RestMindestzeit_s |
Verbleibende Mindestzeit in Sekunden. |
Tageslaufzeit_s |
Bestaetigte Laufzeit des aktuellen Tages. |
Rueckmeldefehler |
Aktor und Rueckmeldung widersprechen sich unerwartet. |
Die lokale Aktion Aktiv=false ist ein bewusster Sicherheits-Override. Sie
schaltet den Verbraucher auch waehrend einer laufenden
Mindesteinschaltdauer aus.
Sichtbare Variablen
Immer vorhanden sind:
Aktiv: lokale Freigabe fuer das EnergiemanagementSchaltzustand: bestaetigter oder aus dem Aktor abgeleiteter ZustandTageslaufzeit: bestaetigte Laufzeit des aktuellen Tages in Sekunden
Bei aktivierter Diagnose werden zusaetzlich Soll- und Istleistung, Verfuegbarkeit, Schaltbereitschaft, Stoerung, Rueckmeldefehler, ausstehender Schaltbefehl und verbleibende Mindestzeit angezeigt.
Inbetriebnahme
- Nennleistung und Schaltkontakt konfigurieren.
- Falls vorhanden, die separate Rueckmeldung auswaehlen und ihre
true-Semantik pruefen. - Mindest-Ein- und Mindest-Ausschaltdauer passend zum angeschlossenen Geraet festlegen.
- Den Verbraucher im Enelix Manager manuell oder automatisch aktiv zuordnen.
- Fuer die Erstpruefung Diagnosevariablen und bei Bedarf Logging aktivieren.
- Die Variable
Aktiveinschalten. - Unter Aufsicht je eine Ein- und Aus-Vorgabe durch den Manager ausfuehren.
- Kontrollieren, dass Rueckmeldung, Mindestzeiten und
Schaltbereiterwartungsgemaess wechseln.
Fehlersuche
- Konfiguration ungueltig: Nennleistung, Variablentyp und Aktoraktion pruefen.
- Schaltbefehl bleibt ausstehend: Separate Rueckmeldung und deren
true-Semantik pruefen. - Rueckmeldefehler: Aktor- und Rueckmeldewert stimmen ausserhalb eines laufenden Schaltvorgangs nicht ueberein.
- Kein Lastwechsel moeglich:
RestMindestzeit,Aktiv,SollwertGueltigund die Managerzuordnung kontrollieren. - Keine Manager-Vorgabe akzeptiert: Der Verbraucher muss beim sendenden Manager aktiv zugeordnet sein.
Tests
Nur dieses Modul:
composer check:verbraucher-einstufig
Gesamtes Repository inklusive dieser Testsuite:
composer check
Die Modulsuite kann damit unabhaengig weiterentwickelt werden und bleibt gleichzeitig Bestandteil des allgemeinen Tests.