Files
2026-09-27 12:28:32 +00:00
..

Virtuelle Batterie

Status: Implementiert fuer IP-Symcon 8.0. Adaptiert das Grundkonzept aus Bat_EV_SDL_V4, ohne dessen herstellerspezifische Typnamen zu uebernehmen.

Das Modul fasst mehrere physische Batterien zu genau einer grossen virtuellen Batterie zusammen. Diese Gesamtbatterie wird in einen Eigenverbrauchs- und einen SDL-Anteil aufgeteilt. SDL hat bei der Leistungsverteilung Vorrang.

Verantwortlichkeiten

Enelix Batterie-Modul -> EV-Proxyregister --+
                                             +-> Virtuelle Batterie -> physische Sollwerte
VGT-Schnittstelle ----> SDLSollleistung ----+

Die virtuelle Batterie ist die einzige Instanz, die die konfigurierten physischen Sollleistungsvariablen beschreibt. Das bestehende EMS-Batteriemodul regelt den Eigenverbrauchsanteil. Die VGT-Schnittstelle regelt ausschliesslich den SDL-Anteil.

Positive Leistung bedeutet Laden, negative Leistung bedeutet Entladen.

Physische Batterien

Die Property Batterieliste enthaelt pro Batterie:

Feld Bedeutung
Name Lesbare Kennung
Kapazitaet_kWh Nutzbare Kapazitaet
MaxLaden_W Maximale Ladeleistung
MaxEntladen_W Maximale Entladeleistung
LadezustandVariableID Aktueller Ladezustand in Prozent
IstleistungVariableID Gemessene Leistung in W
SollleistungVariableID Bedienbare Zielvariable mit Vorzeichen

Der Gesamtladezustand ist kapazitaetsgewichtet. Beim Laden werden Batterien mit tieferem Ladezustand zuerst verwendet, beim Entladen Batterien mit hoeherem Ladezustand.

Anschluss des bestehenden Batteriemoduls

Eine Enelix-EMS-Instanz Batterie wird als herstellerunabhaengige, von Enelix gesteuerte Batterie eingerichtet. Ihre Messwerte und Register werden auf die Variablen der virtuellen Batterie gelegt:

Property im EMS-Batteriemodul Variable der virtuellen Batterie
MaxLadeleistungVariableID EigenverbrauchMaxLaden
MaxEntladeleistungVariableID EigenverbrauchMaxEntladen
LadezustandVariableID EigenverbrauchLadezustand
IstleistungVariableID EigenverbrauchIstleistung
ManagementRegisterVariableID EVManagement
ModusRegisterVariableID EVModus
LadeleistungRegisterVariableID EVLadeleistung
EntladeleistungRegisterVariableID EVEntladeleistung

Die Netzleistungsvariable bleibt die reale Messung des Anlagenanschlusspunktes. Das Batteriemodul schreibt die vier Proxyregister atomar in seiner bestehenden Reihenfolge. Erst das Managementregister uebernimmt den vollstaendigen Eigenverbrauchsauftrag.

Anschluss der VGT-Schnittstelle

Property der VGT-Schnittstelle Variable der virtuellen Batterie
ReqActionID SDLSollleistung
PowerProductionID SDLIstleistung
SoCID SDLLadezustand

Damit erreicht kein MQTT-Befehl direkt eine physische Batterie.

Properties

Property Standard Beschreibung
Batterieliste [] Physische Batterien und Zielvariablen
SDLReserveLaden 0 W Fuer SDL reservierte Ladeleistung
SDLReserveEntladen 0 W Fuer SDL reservierte Entladeleistung
Reservezeit 0.5 h Energetische Reserve je Richtung
Aktualisierungsintervall 2 s Zyklische Sicherheitsaktualisierung
MesswertMaxAlter 30 s Zulaessiges Alter physischer Messwerte
VorgabeTimeout 30 s Gueltigkeit der EV- und SDL-Vorgaben
EigenverbrauchStart 50 % Startwert des EV-Kontos
SDLStart 50 % Startwert des SDL-Kontos
LoggingEin false Debug-Ausgaben

Verhalten und Sicherheit

  • SDL wird vor dem Eigenverbrauch auf die reservierte Leistung begrenzt.
  • Gleichgerichtete Eigenverbrauchsleistung erhaelt nur die verbleibende physische Leistung.
  • Gegenlaeufige Auftraege werden bilanziell getrennt und physisch als Nettosollwert verteilt.
  • Fehlende oder veraltete Batterien werden aus der aktuellen Aggregation entfernt und auf 0 W gesetzt.
  • Bei Deaktivierung, ungueltiger Konfiguration oder ohne gueltige Batterie werden alle physischen Sollleistungsvariablen auf 0 W gesetzt.
  • Eine erkannte Integrationsluecke wird gemeldet und nicht still auf eine kuerzere Dauer begrenzt.
  • Physische Zielvariablen werden ausschliesslich mit RequestAction geschrieben.

Inbetriebnahme

  1. Mess- und Sollleistungsvariablen aller physischen Batterien festlegen.
  2. Batterieliste konfigurieren und Messwertalter kontrollieren.
  3. SDL-Leistungsreserve und Reservezeit eintragen.
  4. Das vorhandene EMS-Batteriemodul auf die EV-Proxyregister konfigurieren.
  5. Die VGT-Schnittstelle auf die drei SDL-Variablen konfigurieren.
  6. Zuerst mit deaktivierter virtueller Batterie alle Vorzeichen pruefen.
  7. Danach Eigenverbrauch und SDL einzeln testen.
  8. Erst abschliessend gleich- und gegenlaeufige Auftraege pruefen.