Virtuelle Batterie
Status: Implementiert fuer IP-Symcon 8.0. Adaptiert das Grundkonzept aus
Bat_EV_SDL_V4, ohne dessen herstellerspezifische Typnamen zu uebernehmen.
Das Modul fasst mehrere physische Batterien zu genau einer grossen virtuellen Batterie zusammen. Diese Gesamtbatterie wird in einen Eigenverbrauchs- und einen SDL-Anteil aufgeteilt. SDL hat bei der Leistungsverteilung Vorrang.
Verantwortlichkeiten
Enelix Batterie-Modul -> EV-Proxyregister --+
+-> Virtuelle Batterie -> physische Sollwerte
VGT-Schnittstelle ----> SDLSollleistung ----+
Die virtuelle Batterie ist die einzige Instanz, die die konfigurierten physischen Sollleistungsvariablen beschreibt. Das bestehende EMS-Batteriemodul regelt den Eigenverbrauchsanteil. Die VGT-Schnittstelle regelt ausschliesslich den SDL-Anteil.
Positive Leistung bedeutet Laden, negative Leistung bedeutet Entladen.
Physische Batterien
Die Property Batterieliste enthaelt pro Batterie:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
Name |
Lesbare Kennung |
Kapazitaet_kWh |
Nutzbare Kapazitaet |
MaxLaden_W |
Maximale Ladeleistung |
MaxEntladen_W |
Maximale Entladeleistung |
LadezustandVariableID |
Aktueller Ladezustand in Prozent |
IstleistungVariableID |
Gemessene Leistung in W |
SollleistungVariableID |
Bedienbare Zielvariable mit Vorzeichen |
Der Gesamtladezustand ist kapazitaetsgewichtet. Beim Laden werden Batterien mit tieferem Ladezustand zuerst verwendet, beim Entladen Batterien mit hoeherem Ladezustand.
Anschluss des bestehenden Batteriemoduls
Eine Enelix-EMS-Instanz Batterie wird als herstellerunabhaengige, von Enelix gesteuerte Batterie eingerichtet. Ihre Messwerte und Register werden auf die Variablen der virtuellen Batterie gelegt:
| Property im EMS-Batteriemodul | Variable der virtuellen Batterie |
|---|---|
MaxLadeleistungVariableID |
EigenverbrauchMaxLaden |
MaxEntladeleistungVariableID |
EigenverbrauchMaxEntladen |
LadezustandVariableID |
EigenverbrauchLadezustand |
IstleistungVariableID |
EigenverbrauchIstleistung |
ManagementRegisterVariableID |
EVManagement |
ModusRegisterVariableID |
EVModus |
LadeleistungRegisterVariableID |
EVLadeleistung |
EntladeleistungRegisterVariableID |
EVEntladeleistung |
Die Netzleistungsvariable bleibt die reale Messung des Anlagenanschlusspunktes. Das Batteriemodul schreibt die vier Proxyregister atomar in seiner bestehenden Reihenfolge. Erst das Managementregister uebernimmt den vollstaendigen Eigenverbrauchsauftrag.
Anschluss der VGT-Schnittstelle
| Property der VGT-Schnittstelle | Variable der virtuellen Batterie |
|---|---|
ReqActionID |
SDLSollleistung |
PowerProductionID |
SDLIstleistung |
SoCID |
SDLLadezustand |
Damit erreicht kein MQTT-Befehl direkt eine physische Batterie.
Properties
| Property | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
Batterieliste |
[] |
Physische Batterien und Zielvariablen |
SDLReserveLaden |
0 W | Fuer SDL reservierte Ladeleistung |
SDLReserveEntladen |
0 W | Fuer SDL reservierte Entladeleistung |
Reservezeit |
0.5 h | Energetische Reserve je Richtung |
Aktualisierungsintervall |
2 s | Zyklische Sicherheitsaktualisierung |
MesswertMaxAlter |
30 s | Zulaessiges Alter physischer Messwerte |
VorgabeTimeout |
30 s | Gueltigkeit der EV- und SDL-Vorgaben |
EigenverbrauchStart |
50 % | Startwert des EV-Kontos |
SDLStart |
50 % | Startwert des SDL-Kontos |
LoggingEin |
false | Debug-Ausgaben |
Verhalten und Sicherheit
- SDL wird vor dem Eigenverbrauch auf die reservierte Leistung begrenzt.
- Gleichgerichtete Eigenverbrauchsleistung erhaelt nur die verbleibende physische Leistung.
- Gegenlaeufige Auftraege werden bilanziell getrennt und physisch als Nettosollwert verteilt.
- Fehlende oder veraltete Batterien werden aus der aktuellen Aggregation entfernt und auf 0 W gesetzt.
- Bei Deaktivierung, ungueltiger Konfiguration oder ohne gueltige Batterie werden alle physischen Sollleistungsvariablen auf 0 W gesetzt.
- Eine erkannte Integrationsluecke wird gemeldet und nicht still auf eine kuerzere Dauer begrenzt.
- Physische Zielvariablen werden ausschliesslich mit
RequestActiongeschrieben.
Inbetriebnahme
- Mess- und Sollleistungsvariablen aller physischen Batterien festlegen.
- Batterieliste konfigurieren und Messwertalter kontrollieren.
- SDL-Leistungsreserve und Reservezeit eintragen.
- Das vorhandene EMS-Batteriemodul auf die EV-Proxyregister konfigurieren.
- Die VGT-Schnittstelle auf die drei SDL-Variablen konfigurieren.
- Zuerst mit deaktivierter virtueller Batterie alle Vorzeichen pruefen.
- Danach Eigenverbrauch und SDL einzeln testen.
- Erst abschliessend gleich- und gegenlaeufige Auftraege pruefen.