Ladestation
Das Modul steuert verschiedene Ladestationstypen.
Das Konfigurationsformular zeigt die Verbindungsdaten abhängig vom gewählten Ladestationstyp an. Allgemeine Regel- und Zeitparameter bleiben immer sichtbar.
Easee
Die Ladestationstypen 5 und 6 verwenden das im Konfigurationsformular
ausgewählte Easee SignalR Gateway. Die Auswahl wird nur bei diesen beiden
Stationstypen angezeigt.
- Typ 5: Easee mit zusätzlicher eCarUp-Benutzerprüfung für Solarladen
- Typ 6: Easee ohne eCarUp-Benutzerprüfung
Die Easee-Zugangsdaten werden ausschließlich im Gateway eingetragen. In der Ladestationsinstanz muss die Easee-Seriennummer hinterlegt sein.
Das Gateway liefert:
- Observation 47: maximaler Ladestrom der Station
- Observation 109: Fahrzeug-/Ladestatus
- Observation 110: freigegebene Ausgangsphase
- Observation 120: aktuelle Gesamtleistung in kW
- Observations 182 bis 185: gemessene Leiterströme
Bei Easee erfolgt die Fahrzeug- und Phasenerkennung ohne den zeitbasierten
Pending_Counter. Der maximale Ladestrom wird aus Observation 47 übernommen
und zusätzlich durch Max_Current_abs begrenzt. Die Typen 1 bis 4 verwenden
weiterhin die adaptive Soll-/Istleistungserkennung mit dem Pending_Counter.
Die Fahrzeugphasen werden anhand der tatsächlich gemessenen Leiterströme
erkannt; alte Phasenwerte werden beim Trennen oder Neuverbinden verworfen.
Während einer Ladepause mit 0 W bleibt die zuletzt erkannte Phasenanzahl
erhalten. Sie ändert sich erst bei einer eindeutigen Strommessung oder beim
Abstecken des Fahrzeugs.
Stromvorgaben von 0 bis 32 A werden ebenfalls über das Gateway gesendet.
Andere Ladestationstypen
Die Typen 1 bis 4 benötigen kein Easee-Gateway.
Go-e
Die Typen 1 und 2 erkennen ein verbundenes Fahrzeug direkt über den
Go-e-Fahrzeugstatus. Die tatsächlich verwendeten Phasen werden aus den drei
gemessenen Strömen des nrg-Arrays bestimmt. Der maximale Ladestrom wird durch
die Stations-, Kabel- und Modulgrenze begrenzt.
Ist die angeforderte Ladeleistung während 90 Sekunden um den Faktor 1.11
höher als die tatsächliche Leistung, wird der fahrzeugseitige Maximalstrom
aus dem Istwert neu berechnet. Fällt er unter 6 A, wird Auto fertig geladen
gesetzt. Bei einer durch das Modul angeforderten 0-W-Pause wird der
Pending_Counter zurückgesetzt. Zusätzlich muss bei Go-E die Ladung
freigegeben sein und der Fahrzeugstatus 4 anliegen.
Smart-Me Pico
Typ 3 erkennt ein verbundenes Fahrzeug über den Pico-Ladestatus. Die
Phasenerkennung verwendet CurrentL1, CurrentL2 und CurrentL3 des
Smart-Me-Geräte-Endpunkts. Der maximale Stationsstrom wird direkt aus den
Pico-Ladedaten übernommen. Der fahrzeugseitige Maximalstrom und das Ladeende
werden weiterhin über den 90-Sekunden-Soll-/Istvergleich ermittelt.
Bei Typ 1 bis 3 entfällt nur die frühere zeitbasierte Phasenerkennung. Die Phasenzahl wird direkt aus den API-Messwerten aktualisiert, sobald ein messbarer Ladestrom fließt. Beim Abstecken werden die erkannten Phasen zurückgesetzt. Die adaptive Maximalstrom- und Ladeenderkennung bleibt aktiv.
Typ 4 bleibt unverändert.
Beim Update bestehender Instanzen wird die frühere Eigenschaft Token_Easee
aus Kompatibilitätsgründen intern beibehalten, aber nicht mehr verwendet oder
im Formular angezeigt. Auch der frühere Token-Timer wird deaktiviert. Die
vorhandene Modul- und Instanzidentität bleibt erhalten.
Einrichtung
- Eine Instanz
Easee SignalR Gatewayanlegen. - Easee-Benutzername und Passwort im Gateway eintragen.
- In
LadestationTyp 5 oder 6 sowie die Easee-Seriennummer wählen. - Im Feld
Easee SignalR Gatewaydie gewünschte Gateway-Instanz auswählen.
Mehrere Easee-Ladestationen desselben Kontos verwenden gemeinsam ein Gateway.